Erben ≠ Leisten

Jakob Schulz findet: Erben ist ungerecht

Wenn sich Erben so sehr lohnt wie jetzt, wird der Abstand zwischen Arm und Reich weiter wachsen. Das hat katastrophale Folgen für die soziale Durchlässigkeit. Soziologen beobachten, dass schon heute vier von fünf Spitzenpositionen in Privatunternehmen von Bürger- oder Großbürgerkindern besetzt sind.
Das gerne angeführte „Leistungsprinzip“ ist angesichts dessen besonders verlogen. Geburt ist Glücksache und keine Leistung. Eine Erbschaft- und Schenkungsteuer, die nach einem großzügigen Freibetrag (etwa für das Familienheim) stark progressiv ansteigt, möglicherweise über den höchsten Einkommensteuersatz hinaus, ist die gerechte Antwort darauf.

Er hat den Nagel auf den Kopf getroffen.